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Schmerzen in Fingern, Hand und Handgelenk. Wann sollte man zum Orthopäden?

Schmerzen in Fingern, Hand und Handgelenk. Wann sollte man zum Orthopäden?

Schmerzen in den Händen, Verlust von Sensibilität oder Kraft sind Symptome, die bei jeder und jedem auftreten können, sowohl bei jungen Menschen als auch bei Erwachsenen.


Die Ursachen können in der Anatomie der Hand liegen, auf Erkrankungen aufgrund von Traumata oder Mikrotraumata zurückzuführen sein oder durch individuelle Gewohnheiten entstehen.

Die Anatomie der Hand

In der Tat ist die Hand dazu ausgelegt, eine enorme Vielfalt an Bewegungen auszuführen– sowohl kraftvolle als auch feinmotorische. Sie besteht aus 27 Knochen sowie zahlreichen Muskeln und Sehnen, Nerven und Bändern. Dies alles wirkt auf wirklich engem Raum zusammen und macht die Hand zu einem komplexen System.

Auch die Gelenke in der Hand sind zahlreich und haben einen komplexen Aufbau. Jenes, das die Bewegungen des Handgelenks an der Handwurzel (Carpus) ermöglicht, wird als Radiokarpalgelenk bezeichnet. Die Fingergrundgelenke (Metacarpophalangealgelenke) hingegen sorgen für die Bewegungen an der Basis der Finger. Schließlich gibt es noch die Gelenke, die für das Beugen der Finger zuständig sind: Es sind die proximalen Interphalangealgelenke, die zwischen dem ersten und zweiten Fingerglied liegen sowie die distalen Interphalangealgelenke, die sich zwischen dem zweiten und dritten Fingerglied befinden. 

Die Hand wird von nur drei Nerven versorgt. Der Nervus medianus (mittlerer Armnerv) bestimmt die feinmotorischen Fähigkeiten der Hand und steuert die Empfindlichkeit von Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und der Hälfte des Ringfingers. Der Nervus ulnaris (Ellennerv) hingegen bestimmt die Kraft der Hand und versorgt die übrigen Finger. Der Nervus radialis (Speichennerv) leitet sensorische Informationen vom Handrücken sowie von den Rückseiten von Daumen, Zeigefinder, Mittelfinger und der Hälfte des Ringfingers an das Gehirn weiter.

Dann gibt es noch die langen, intrinsischen Handmuskeln, die am Unterarm entspringen, sowie die kurzen, extrinsischen Handmuskeln, die ihren Ursprung und Ansatz am Handskelett haben, aber über den Sehnenapparat mit der Hand verbunden sind. All diese Muskeln ermöglichen es, die Hand zu öffnen und zu schließen und ebenso die Finger zu strecken und mit ihnen die präzise und feinmotorische Bewegungen auszuführen.

Von den Bewegungen der Hand zur Überlastung

Die Hand ist auf vielfältige Weise jeden Tag im Einsatz. Daher überrascht es nicht, dass auch durch alltägliche, immer wieder gleich oder ähnlich ausgeführte Bewegungen die Nerven oder Sehnen überlastet werden können. Das führt dann zu Entzündungen und den daraus resultierenden Symptomen wie Schmerzen und Kribbeln.

Wenn die Schmerzen kurzzeitig auftreten und wieder verschwinden, müssen sie nicht unbedingt mit einer Pathologie in Verbindung gebracht werden, denn angesichts der vielfältigen Funktionen der Hand ist es normal, dass von Zeit zu Zeit Beschwerden oder leichte Symptome auftreten können. In solchen Fällen ist es nicht notwendig, etwas zu unternehmen.

Treten Beschwerden allerdings häufiger auf, sollte versucht werden, herauszufinden, ob sie auf eine bestimmte Bewegung zurückzuführen sind oder mit einer Gewohnheit zusammenhängen, die man ändern könnte.

Bei Schmerzen, die hingegen direkt nach einem Trauma auftreten, ist es notwendig, sich in einer Notaufnahme medizinisch versorgen zu lassen, um abzuklären, ob eine Fraktur vorliegt.

Wenn die Schmerzen in Fingern und Hand anhalten

Bleiben die Schmerzen allerdings über eine längere Zeit bestehen oder bemerkt man einen Verlust der Sensibilität wie Missempfindungen und Taubheitsgefühl oder das Nachlassen der Kraft in der Hand oder den Fingern, die zudem noch von unterschiedlich starken Gelenkschmerzen begleitet werden und die Beweglichkeit einschränken, ist eine weitere Abklärung der Ursache ratsam. Dazu sollte man einen Termin bei einem Facharzt für Orthopädie vereinbaren, der auf Handbeschwerden spezialisiert ist, oder sich an einen erfahrenen Physiotherapeuten wenden. Der Fachmann wird die Diagnose stellen und die am besten geeignete Behandlung empfehlen.

Orthopädische Hilfsmittel

Für eine schnelle Abhilfe und Entlastung bei Beschwerden, gibt es auch orthopädische Hilfsmittel, wie beispielsweise die von Orthoservice. Sie bestehen, entsprechend der Indikation, aus unterschiedlichen Materialien, die in vielen der oben beschriebenen Situationen helfen können, indem sie:

  • die Schmerzen lindern (object300),
  • den betroffenen Bereich bei Knochenbrüchen oder Distorsionen der Bänder schienen (polfit17, polfit19) oder
  • den Daumen bei einer Rhizoarthrose ruhigstellen (object 600).

Die auf dieser Website enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Informationszwecken. Sie stellen in keinem Fall eine Diagnose oder Vorgabe zur Behandlung dar. Sie ersetzen auch in keiner Weise die direkte Beziehung zwischen Arzt und Patient oder die Untersuchung durch einen Spezialisten. Es wird empfohlen, immer den Rat des eigenen Arztes und/oder Spezialisten bezüglich der aufgezeigten Indikationen oder in eventuellen Zweifelsfällen einholen.

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