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Lussazione acromion claveare Anatomische Veränderung

Luxation des Acromioclaviculargelenks: Ursachen und Klassifikation

Luxation des Acromioclaviculargelenks: Ursachen und Klassifikation

Die Luxation des Acromioclaviculargelenks sollte nicht mit der Schulterluxation verwechselt werden. Orthoservice erklärt den Unterschied


Luxation des Acromioclaviculargelenks

Die Luxation des Acromioclaviculargelenks (kurz AC-Gelenk) betrifft das Gelenk, das das Schlüsselbein (Clavicula) mit dem Schulterblatt (Scapula) verbindet – insbesondere mit seinem Knochenfortsatz „Processus coracoideus“, der sich seitlich über die Schulter erstreckt – und sollte nicht mit der Schulterluxation verwechselt werden, die das Glenohumeral-Gelenk betrifft (also die Verbindung zwischen der Schultergelenkspfanne des Schulterblatts und dem Oberarmknochen).

Im Allgemeinen haben die Gelenkköpfe, die Teil eines beweglichen Gelenks sind, einen begrenzten Grad an Beweglichkeit. Um zu verhindern, dass sie sich aus ihrer physiologischen Position verschieben, werden sie durch eine Kapsel, die das gesamte Gelenk bedeckt, und durch Bänder sowie Muskeln und Sehnen zusammengehalten, die gemeinsam zur Stabilisierung beitragen. Wenn ein starkes Trauma auf das Gelenk einwirkt oder wenn es den Grad der ihm zugestandenen Beweglichkeit überschreitet, kann es zu einer vorübergehenden Verschiebung der Gelenkköpfe mit Dehnung der Bänder (Mechanismus der Verstauchung) kommen oder zu einer anhaltenden Verschiebung, die im Laufe der Zeit zu einem mehr oder weniger vollständigem Abriss der Bänder führt (Mechanismus der Luxation). 

Im Fall einer Luxation des Acromioclaviculargelenks kommt es zu einem Verlust der Beziehung zwischen dem Acromion und der lateralen Extremität der Clavicula: Das Schlüsselbein verschiebt sich (nach oben, außer in einigen Ausnahmen) und die Kapsel und die Bänder können mehr oder weniger vollständig reißen, die an dieser Stelle die folgenden sind:

  • die acromioclaviculären Bänder, die eine Manschette um das Schlüsselbein und das Schulterdach bilden und zusammen mit der Gelenkkapsel für die Stabilität des Gelenks verantwortlich sind
  • die coracoclaviculären Bänder, die in einem Bündel zwischen Clavicula und Scapula angeordnet sind und für die superoinferiore Stabilität der Clavicula verantwortlich sind

 

Ursachen und Klassifikation

Welche Traumata können nun zu einer Ruptur dieser Bänder führen und zu einer acromioclaviculären Luxation? Das sind hauptsächlich Sportverletzungen, die typischerweise bei Kontaktsportarten auftreten, oder es sind Traumata infolge von Stürzen oder Verkehrsunfällen. Das häufigste direkte Trauma ist ein Sturz auf die adduzierte Schulter: Die Kraft des Sturzes drückt das Schulterblatt nach unten, während das Schlüsselbein (das am Brustbein verankert ist) dieser Bewegung nicht folgen kann und aus seiner physiologischen Position disloziert, wodurch die Bänder einer solchen Spannung und Dehnung ausgesetzt werden, dass dies ihre Widerstandsfähigkeit übersteigt.

Je nach Art und Schwere des Traumas werden unterschiedliche Luxationstypen unterschieden:

Typ I: Das Acromioclaviculargelenk ist überdehnt, ohne vollständige Ruptur der Bänder, die es stabilisieren.

Typ II: Die acromioclavikulären Bänder reißen, während die coracoclaviculären Bänder intakt bleiben. Das Schlüsselbein kann leicht nach oben verschoben sein.

Typ III: Sowohl die acromioclaviculären Bänder (Ligamentum acromioclaviculare) als auch die coracoclaviculären Bänder (Ligamentum coracoclaviculare) sind gerissen. Das Schlüsselbein verlagert sich nach oben über den Rand des Schulterdaches hinaus und bildet eine Deformierung entlang des Schulterprofils.

Typ IV: Beide Bänder sind gerissen, aber die Klavikula disloziert hinter das Acromion.

Typ V: Sowohl die Bänder als auch die Muskelansätze sind angerissen und die Gelenkköpfe liegen weit auseinander.

Typ VI: Der Bänderriss geht mit anderen Schulterverletzungen einher und führt zu einer Verlagerung des Schlüsselbeins nach unten, unter den Processus coracoideus des Schulterblatts.

 

Symptome

Nach einer Verletzung oder einem Sturz auf die Schulter tritt bei einer Luxation des Acromioclaviculargelenks (auch Schultereckgelenk genannt) ein Schmerz oberhalb des Gelenks auf, der sich bei Bewegung verschlimmert und in den Arm ausstrahlt. Die Schulter wird in einer adduzierten Position gehalten und es besteht im gewissen Maß eine funktionelle Bewegungsunfähigkeit. Lokal kann es zu Schwellungen und Ekchymosen aufgrund der Blut-Extravasation kommen. Das nach oben verlagerte Schlüsselbein kann eine mehr oder weniger sichtbare Deformierung unter der Haut, entlang des Schulterprofils verursachen.

Bei chronischen Formen der Instabilität des Acromionclavicular-Gelenks lassen sich Funktionsbeeinträchtigungen der Schulter mit Muskelermüdung, Skapulardyskinesie, Schweregefühl und Schmerzen bei der Adduktion des Armes feststellen.

 

Diagnose

Die ärztliche Untersuchung bei Verdacht auf eine Luxation des Acromioclaviculargelenks (Schultereckgelenksprengung) erlaubt es durch Palpation (Abtasten) und durch einige klinische Tests, den genauen Punkt zu bestimmen, der den Schmerz verursacht und an dem die Dislokation des Schlüsselbeins vermutet wird. Ein typisches Zeichen ist das sogenannte „Klaviertastenphänomen“: Durch Druck auf die Spitze das ausgerenkten Schlüsselbein senkt es sich ab und kehrt dann wie eine federnde Klaviertaste in die vorherige Position zurück.

Eine Röntgenuntersuchung kann die Art und den Grad der Luxation feststellen und eventuelle Begleitfrakturen auszuschließen. Ein MRT kann zusätzliche Informationen über Desinsertionen von Muskeln, von der Gelenkkapsel oder andere mögliche Komplikationen liefern.

 

Behandlung

Luxationen vom Typ I und Typ II (und teilweise auch vom Typ III) können mit einer konservativen Therapie behandelt werden, die eine kurze Ruhephase, das Ruhigstellen mit einer speziellen Orthese bei Luxation des Acromioclaviculargelenks, Kühlung mit Eis, entzündungshemmende Medikamente und Physiotherapie umfasst. 

Die Wahl der Behandlung, ob konservativ oder chirurgisch, hängt von vielen Faktoren ab: unter anderem vom Alter der betroffen Person, ihrer sportlichen Praxis, der Schwere der Symptome oder von der Art der Verletzung. Im Allgemeinen ist der chirurgische Eingriff Patienten vorbehalten, die schwere Luxationen (Typ IV und V) haben, oder Patienten mit anhaltenden Symptomen und erheblichen Funktionseinschränkungen, bei denen die konservative Therapie keinen ausreichenden Nutzen brachte. 

Das Ziel einer Operation ist es, die acromioclaviculären Bänder zu fixieren und die choroaclavicularen Bänder zu rekonstruieren, um dem Gelenk seine Stabilität wiederzugeben.

Für einige Wochen nach der Operation wird die Schulter mit einer leichten Orthese ruhiggestellt. In dieser Zeit ist es möglich, die Schulter mit Unterstützung eines Physiotherapeuten allmählich zu bewegen, während die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten mehrere Monate der Rehabilitation erfordern kann.


Die auf dieser Website enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Informationszwecken. Sie stellen in keinem Fall eine Diagnose oder Vorgabe zur Behandlung dar. Sie ersetzen auch in keiner Weise die direkte Beziehung zwischen Arzt und Patient oder die Untersuchung durch einen Spezialisten. Es wird empfohlen, immer den Rat des eigenen Arztes und/oder Spezialisten bezüglich der aufgezeigten Indikationen oder in eventuellen Zweifelsfällen einholen.

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