Loading...
Orthoservice Ro+Ten

Kategorien

Keine Kategorie gefunden.

Themen

Keine Thema gefunden.

Pathologien

Keine Pathologie gefunden.

Produkte

Keine Produkte gefunden.

Gesundheitstipps

Keinen Gesundheitstipp gefunden.

Plantarfasziitis Entzündung

Was ist eine Plantarfasziitis und wie kann man sie vermeiden?

Was ist eine Plantarfasziitis und wie kann man sie vermeiden?

Plantarfasziitis ist eine der häufigsten Gründe für Schmerzen an der Fußsohle. Für eine effektive Behandlung muss vorab die Ursache geklärt werden


Plantarfasziitis

 

Was es ist eine Plantarfasziitis?

 

Die Plantarfasziitis ist eine der häufigsten Ursachen für Schmerzen unter der Fußsohle und im Fersenbereich. Sie kann auf eine Entzündung, aber auch auf ein abnormales Wachstum der bogenförmigen Sehnenplatte (Plantarfaszie) zurückzuführen sein. Diese Sehnenplatte ist eine robuste Faszie mit einer Struktur aus faserigem Bindegewebe aus Kollagen, dessen Funktion darin besteht, die innere plantare Zone der Ferse mit der Basis der Zehen sowie die Muskeln miteinander zu verbinden und ihnen Schutz und Halt zu geben. Dieses Sehnenband spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Abfederung des Körpergewichts durch den Fuß beim Gehen und Laufen.

 

Insbesondere wenn sich der Fuß auf den Zehen aufrichtet und die Ferse vom Boden abhebt (eine typische Bewegung beim Laufen und Springen), wird die Plantarfaszie gedehnt. Wiederholte gleiche Bewegungen führen zu einer Überlastung des Fußes, und wenn der Arzt eine Plantarfasziitis diagnostiziert, bedeutet dies, dass sich dieses Fußgewölbeband durch eine Überbeanspruchung entzündet hat. In der frühen Phase betrifft die Plantarfasziitis meist nur den Ansatz dieses Bandes auf der Höhe des Fersenbeins und verursacht nur in diesem Bereich Schmerzen.

 

Später verschiebt sich der Schmerz in Richtung Vorderfuß, wobei er entlang der gesamten Plantarfaszie wandert und nur die Zehenspitzen ausspart. Dabei „zerfasert“ die Faszie durch die ständigen Mikrotraumata nach und nach. Die Ursache dieser Degeneration ist der Verlust der Elastizität des Bandes in Verbindung mit seiner übermäßigen Verkürzung. Jedes Mal, wenn wir unseren Fuß strecken, indem wir uns auf die Zehenspitzen stellen, wird die Faszie gedehnt. Das Ausmaß dieser Dehnung ist umso größer, je kraftvoller wir die Ferse anheben.

 

Verletzungen sind umso wahrscheinlicher, je schneller die Kraft der Traktion ausgeübt wird. Aus diesem Grund kann es nach einer starken Druckeinwirkung auf den Vorderfuß zum Riss einiger Fasern kommen, die die Faszie bilden (aufgrund der übermäßigen Dehnung). Diese Verletzungen sind in der Regel nicht spürbar und überhaupt nicht schwerwiegend, aber es dauert ziemlich lange, bis sie geheilt sind. An diesem Punkt wird offensichtlich, wie ständig wiederholende Mikrotraumata auf lange Sicht eine Degeneration der Plantarfaszie verursachen, wodurch eine Plantarfasziitis entsteht.

 

Zu den Faktoren, die für das Entstehen von Schmerzen prädisponieren, zählen daher vor allem wiederholte traumatische Belastungen der Ferse, übermäßige Belastungen im Calcaneus-Bereich, Haltungsanomalien und auch die Angewohnheit, Schuhe zu tragen, die für die Konformation des eigenen Fußes ungeeignet sind (z. B. längeres Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen, von engen Schuhen oder Schuhen mit schlechter Unterstützung des Plantargewölbes). Eine Entzündung an der Ferse kann auch aufgrund intensiver sportlicher Aktivitäten wie Fußball, Basketball, Weitsprung, Beachvolleyball, Rugby, Tennis, Hochsprung, Gehen, Laufen und Tanzen auftreten. Oder umgekehrt, kann sie durch eine sitzende Tätigkeit und Bewegungsmangel ausgelöst werden, bei Personen mit Übergewicht, was zum Abflachen des Plantargewölbes beiträgt und zur darauffolgenden übermäßigen Spannung der Faszie der Fußsohle führt.

 

Schmerzen in der Ferse treten nicht nur bei Plantarfasziitis auf, sondern auch bei anderen Pathologien: Der Begriff Fersensporn oder plantarer Fersenschmerz wird verwendet, um ein komplexes Zusammenspiel von Pathologien zu bezeichnen, die Schmerzen an der Ferse verursachen, darunter sicherlich die Fasziitis, aber auch die Tendinopathie der Achillessehne, retrocalcaneale Schleimbeutelentzündung (Bursitis), bestimmte metabolische (z. B. Gicht) und rheumatische Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, Lupus) und viele andere Pathologien.

 

Auch eine Radikulopathie aus einem Bandscheibenvorfall, bei dem der Schmerz von der Lendenregion ausstrahlt und den Fuß erreicht, kann eine Plantarfasziitis simulieren.

 

Symptome

 

Das Hauptsymptom der Plantarfasziitis sind die Schmerzen am Fuß und an der Ferse. Sie machen sich oft beim Aufwachen am Morgen im inneren Teil der Ferse bemerkbar, lassen dann im Laufe des Tages nach, um am Abend erneut aufzutreten, nachdem das Fußgewölbe lange Zeit belastet wurde.

 

Während der Nachtruhe tritt die umgekehrte Situation auf: Die Zehen sind entspannt und neigen nach unten. Infolgedessen neigt das bogenförmige Sehnenband dazu, sich zu verkürzen. Morgens, sobald man aus dem Bett aufsteht und kleine Bewegungen mit dem Fuß ausführt, verlangt das faserige Gewebe nach einer Dehnung, neigt jedoch dazu, kontrahiert zu bleiben, was wiederum Schmerzen verursacht. Die gleichen Bewegungen, die im Laufe des Tages wiederholt werden, stimulieren allmählich die Dehnung der Faszien und begünstigen so die Regression des Schmerzes. Es kann jedoch vorkommen, dass beim Gehen ein stechender oder brennender Schmerz entlang der medialen (inneren) Kante des Fußes zu spüren ist. Ist der Schmerz in der Ferse heftig und besonders intensiv, kann dies auf einen akuten Riss der Faszie hinweisen. In diesem Fall kann sie mit einer leichten lokalen Schwellung verbunden sein. Die Plantarfasziitis kann am Ende auch zu einer Degeneration der Plantarfaszie an ihrer Ansatzstelle führen, wodurch sich ein knöcherner Vorsprung, ein sogenannter Fersensporn, bilden kann, oder es kommt zu einer akuten oder chronischen Überdehnung.

 

Diagnose

 

Die Diagnose ist im Wesentlichen klinisch; bei der Untersuchung löst ein energischer Druck auf die Ferse (mit dem Fuß in Dorsalflexion) den Schmerz aus, und dabei erkennt der Arzt, dass es sich um eine Fasziitis handeln muss. Besteht der Verdacht auf einen akuten Faszienriss, wird eine MRT-Untersuchung durchgeführt.

 

Behandlung

 

Die Behandlung der Plantarfasziitis sieht anfänglich eine Ruhephase vor, sowie das Vermeiden von zu langem Gehen oder Stehen, insbesondere auf harten Oberflächen. Eine weitere Maßnahme ist die Kontrolle der lokalen Entzündung durch Einnahme von oralen oder topischen, entzündungshemmenden NSARs. Die Auflage von Eis (Kryotherapie) kann besonders beim Auftreten von stechenden Schmerzen hilfreich sein, da es einige der typischen Symptome lindert. Wenn der Schmerz besonders stark ist und sich durch die Belastung noch verstärkt, sollte der Patient nicht zögern, Krücken zu benutzen, um den schmerzenden Fuß komplett zu entlasten.

 

Weitere Maßnahmen können die Verwendung von Nachtschienen und Orthesen sein, sowie Dehnungsübungen der Wadenmuskulatur und der Weichteile des Fußes und eine Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Patienten. Stretching hilft, das die Ferse umgebende Gewebe zu dehnen und damit die Heilung zu fördern. Nachtschienen halten das faserige Gewebe des Fußgewölbes in der Ruhephase gedehnt. Auf diese Weise beseitigen sie eines der lästigsten Symptome der Plantarfasziitis, den verhassten Schmerz nach dem Aufwachen, der durch die nächtliche Kontraktion verursacht wird. Eine Fuß- und Fersenmassage vor dem Aufstehen kann ebenfalls zur Schmerzlinderung beitragen. Es gibt auch physikalische Therapien, die sich als wirksam erwiesen haben, darunter der Ultraschall, die Iontophorese, Phonophorese, Massagen und Stoßwellen (Lithotripter). Gerade letztere sorgen für eine schnellere Bänderregeneration, indem sie ein echtes Mikrotrauma innerhalb der Plantarfaszie verursachen. Trotz dieses scheinbaren Widerspruchs erhöhen die Stoßwellen die lokale Kapillarisierung und den Zellstoffwechsel und begünstigen so den Prozess der spontanen Heilung des Bandgewebes.

 

Wenn diese Empfehlungen befolgt werden, finden die meisten Patienten innerhalb von 4-8 Wochen Linderung (manches Mal sind längere Zeiten bis zu 6 Monaten oder einem Jahr notwendig). Je früher mit der rehabilitativen Behandlung begonnen wird, desto eher ist ein Rückgang der schmerzhaften Symptomatik zu beobachten. Werden die notwendigen Maßnahmen hingegen nicht ergriffen, neigt die Plantarfasziitis nicht nur dazu, chronisch zu werden, sondern auch das Auftreten des Fußes des Patienten (Entlastungshinken) zu verändern, was langfristig zu Komplikationen auch auf der Ebene des Knies, des Beckens und des gesamten Rückens führt.


Die auf dieser Website enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Informationszwecken. Sie stellen in keinem Fall eine Diagnose oder Vorgabe zur Behandlung dar. Sie ersetzen auch in keiner Weise die direkte Beziehung zwischen Arzt und Patient oder die Untersuchung durch einen Spezialisten. Es wird empfohlen, immer den Rat des eigenen Arztes und/oder Spezialisten bezüglich der aufgezeigten Indikationen oder in eventuellen Zweifelsfällen einholen.

Haftungsausschluss

Gesundheitstipps

Das könnte dich interessieren

Alle Gesundheitstipps

Osteoporose

Knochengesundheit

Osteoporose

Osteoporose
Alle Gesundheitstipps
de chit chde chfr chfr pl